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Eine Ära endet: Sony XDCAM HD – discbasierter Workflow

Hallo,
seit letztem Jahr ist es klar: das Sony XDCAM Disc-basierte Kamera&Recorder System steht vor dem aus.

In Gesprächen mit Kameraleuten und Servicetechniker ist das Ende im professionellen Bereich eingeläutet. Die Kameras, insbesondere das Arbeitspferd PDW-700 ist mittlerweile so alt, dass diese nun endgültig “rausfliegen”. Diese Kamera leidet mittlerweile extrem unter dem CCD Sensor Problem: tote Pixel. Das ist nur temporär lösbar und tritt immer stärker auf und “versaut” wichtige Aufnahmen.

Nun kam noch eine neue Info: die Produktion der notwendigen Discs wird sukzessive eingestellt.
XDCAM Discs sind quasi BluRay Disc in einem Caddy.

Noch wird versucht die alten Kameras und Recorder im Netz loszuwerden, doch dies wird sich zunehmend egalisieren.

Die XDCAM Serie war der Anfang von Sony in einen IT Workflow, weg vom Band. Komprimiert wurde im MPEG2 Verfahren.
Als erstes erschien XDCAM der direkte Nachfolger von IMX und zeichnete “IMX” in SD auf die Disc. Darauf folgte dann XDCAM HD, das erste HD Format ohne Tape von Sony. Allerdings noch im 4:2:0. Erst mit XDCAM HD 422 wurde der 4:2:2 Standard endlich eingeführt und mit ihm auch die Dual Layer Discs. Somit standen dann 50 GB zur Verfügung für knapp 95 Minuten Aufzeichnung. Aber Achtung, das vorherige Equipment (XDCAM und XDCAM HD) konnte die neuen Discs nicht lesen oder beschreiben. Hier war man auf die 23GB Discs beschränkt.

Schaut man sich auf dem Gebrauchtmarkt bzw. die Angebote an, so findet man sehr viel XDCAM HD Equipment. Dieses ist schon obsolet geworden, als XDCAM HD 422 erschien und die Inkompatibilität mit den 50 GB Discs hat.
Also quasi keine wirklich ernstzunehmende Rolle in einer weiteren Verwendung heutzutage spielt, da es auf verlorenen Boden unterwegs ist. Ich sag mal salopp: für geschenkt: ok.
Die SD Ära von XDCAM ist genauso nur noch zu betrachten, obsolet, da wurde wohl auch nicht ganz so viel damals von der Kundschaft gekauft, da dies in der Zeit im Wechsel/ Vorbereitung auf HD damals (von Sony) war. Achtung: auch bei XDCAM HD gabs unter anderem noch 1/2 Zoll Kameras, die waren nie beliebt.

Erst mit XDCAM HD 422 also “der” PDW-700 wurde massiv in Deutschland auf HD umgerüstet und gedreht bis teilweise noch im Jahr 2026. Eine Aufnahme der PDW-700 liefert ein voll sende fähiges Bild + Ton, da dies aber nur auf Disc aufgezeichnet wird und nicht “sofort” bereit steht und man eine große Kamera mit sich rum schleppen musste… naja die Zeiten sind rum. Die technischen Probleme wie defekte Disc-Laufwerke und CDD Sensoren sind eine Sache, Sony wird die Ersatzteile hierzu auch einstellen. Die Speicherkarten Kameras, Sony PMW Serie oder neuer sind einfach besser in einem heutigen IT Workflow. Viele Produktionen und die tägliche Berichterstattung werden längst schon mit iPhone produziert. Apple stellt nun seit iPhone 17 auch professionelle Lösungen für Film und Fernsehen bereit. Somit ist die Arbeit mit weniger Manpower und weniger Equipment, sprich: günstiger, umsetzbar. Für das Smartphone wird keine spezial Ausbildung benötigt um den Take zu erledigen, für eine Profi Kamera wie eine PDW-700 ist doch einiges an Training und teures Equipment notwendig, sei es Objektive, Stativ und so weiter.
Dies hab ich mir nicht einfach ausgedacht, das ist komprimiert die Rückmeldung aus dem echten Produktionsalltag.

Exkurs zu Panasonic:
Panasonic setzte damals schon enorm früh auf ein IT basierten Workflow ohne Band. Die P2 Karte. Eine Speicherkarte im PCMCIA Format, mit 4 internen SD Karten in einem RAID Verbund. Von 4-64 GB gab es P2 Karten. Pro Minute HD Bild, ein Gigabyte. Also knapp 64 Minuten auf einer 64 GB Karte. Wow.
Die Kundschaft verstand es damals noch nicht so richtig, wie wegweisend dieser Ansatz der Speicherkarten war. Man sah nur die hohen Kosten für die P2 Karten und argumentierte mit den günstigen Preisen der XDCAM Discs. (Die P2 Karten konnten in fast jedem Laptop ausgelesen werden, für XDCAM Discs war ein zusätzliches PC Laufwerk notwendig, das 4-stellig kostete, das wird auch gerne vergessen).
Der Speichercodec von Panasonic war auch einfach immens speicherintensiv, bei bester Bildqualität. Erst mit der Einführung von AVCintra wurde dem Speicherhunger der Panasonic Kameras einhalt geboten, die Aufzeichungszeit verdoppelte sich.
Doch die Kundschaft hatte da schon massiv ins Sony XDCAM Ökosystem investiert……

Wer noch aus dieser Ära Equipment übrig hat, bitte nicht wegwerfen, gerne bei mir melden.
Auch für das Tape basierte HDCAM Format suche ich noch Equipment.

Das Bild wurde von mir per KI illustriert.

Sony HDW-750P HDCAM Bandsalat

Hallo,
etwas ganz edles und extra teures ist bei mir eingelandet: eine HDCAM Kamera von Sony.
Es handelt sich hier um die zweite Generation HDCAM.
Für die Kenner: HDCAM ohne den Zusatz SR.

Die Kamera funktioniert soweit, allerdings verursachte das Laufwerk nur Bandsalat und ging jedesmal in Error.
Beim genaueren betrachten des Fehlers, identifizierte ich zwei defekte Zahnräder bzw. Rutschkupplungen der beiden Wickel. Einmal tauschen bitte.

Nach dem Tausch funktionierte das Laufwerk wieder wie es sollte.

IDX NP-L7S NP1 Akku neue Zellen

Hallo,
ein befreundeter Kameramann hat mir freundlicherweise alte, defekte, IDX Akkus samt Ladegerät zukommen lassen.

Die NP1 Akkus finden heutzutage ihren primären Einsatz bei Broadcast Audiogeräten, Location Mixern und früher in EB-Kameras. Vorteil ist das geringe Gewicht und ein NP1 Akku lässt sich sehr leicht in eine Hosentasche stecken, probiert das mal mit einem V-Mount. 😉

Nun kam mir die Idee, diese Lithium Ionen Akkus wieder neu zu bestücken. Also erstmal ein Akkupack zerlegt und angeschaut.

Was findet sich darin?
8x 18650 Li-Ion Zellen
2400 mAh müssten es gewesen sein

Das Pack ließ sich im Lader nicht mehr aufladen. Auseinander gebaut hab ich diese nachgemessen, tot. Alle Zellen defekt.

Anschließend hab ich mich auf die Suche gemacht, wer mir nach meinen Vorgaben ein Pack mit meinen spezifischen Angaben herstellen kann. Ich selbst habe leider kein Punktschweissgerät, daher muss das gemacht werden. Ein Zusammenlöten mit Z oder U-Fahnen macht wenig Sinn, da im Gehäuse kaum Platz ist. Dies muss sehr ordentlich konfektioniert sein.

Eine kleine Akkufirma war bereit, mir das Pack nach meinen Wünschen anzufertigen und dies zu einem fairen Preis. Es hat ungefähr 4 Tage gedauert. Die Akkufirma nennt sich HKM Akkutechnik, einfach mal im Internet suchen.
Achso: ich nenne den Namen der Firma um es jmd. einfacher zu machen, ich erhalte rein gar nichts für deren Nennung. Den Akkuauftrag habe ich vollständig privat gezahlt.

Als neue Zellen wurde verbaut: Samsung INR18650 30Q – 3000 mAh.
Somit hat das Akkupack nun 86 Wh anstatt original 68 Wh

Ein erster Ladeversuch wurde unternommen, noch nicht fertig zusammengebaut:

Der IDX KL-4 Akku “Schnell” Lader ist von mir auch auseinander genommen worden. Beim Laden von Akkus wird es durchaus warm. Die Sinnhaftigkeit der Lüfter Position ist durchaus diskutierbar. Ich denke ich werde den Lüfter noch versetzen um die Hitze besser abzuführen. Ein Austausch gegen einen neuen macht eh Sinn. Gut ist, dass hier ein qualitativ gutes MeanWell Schaltnetzteil verbaut wurde.

Phylion FXLION NP1 Lader

Hallo,
ich hab hier einen NP1 Akku von Phylion (heissen nun FXLION) rumliegen und kein Ladegerät. Der Akku muss aber irgendwie geladen werden.
Was ich allerdings noch hatte, ist ein Li-ION Lader für Akkus mit D-Tab.

Also hab ich einen zusätzlichen Stecker angelötet um den NP1 zu laden.

ACHTUNG: der NP1 Akku hat den Plus pol außen am Hohlstecker. Minus ist innen!!!

16,8V – 2 Amp

Museums Studio Eröffnung

Hallo,
wir haben es geschafft, das Museums Studio wurde feierlich eröffnet.
Es waren knapp 100 geladene Gäste aus ganz Deutschland gekommen. Das WDR Fernsehen war ebenso da und sendete einen Beitrag.

Wir hatten ein tolles Rahmenprogramm mit Fachvorträgen und Zeitzeugen. Diese wurden live im Studio aufgezeichnet.

Genutzt haben wir mehrere Studiokameras in Kombination mit einer Greenbox zum einstanzen der Vortragsmedien.

Regie – Feierabend

Museums Studio Teil 2

Hallo,
die Arbeiten am Museumsstudio gingen weiter.
Es wurde die Regie komplett von Grund auf neu aufgebaut, das Herzstück bildet nun ein DD20 Bildmischer. Zudem wurde auch ein ASTON Motif Textgenerator integriert.

Mehrere Kameras und MAZen sind nun direkt mischbar und das Kamera Tally ist ebenfalls funktionstüchtig.

Einige Impressionen:

Ein kleines Fernsehmuseum entsteht

Hallo,
es kommt Schwung in den Traum eines kleinen Fernsehmuseums.

Ich wurde vom Sammler und Freund gerufen für den technischen Aufbau des Museums. Ziel soll es sein, eine Regie mit 4 historischen Kameras im Stile der 80/90′ aufzubauen.

Schnell war klar, ein ordentlicher Bildmischer wird noch benötigt. Natürlich kommt nur ein BTS/ Grass Valley Mischer aus der Diamond Digital Serie in Frage. Doch diese Mischer können nur “digital” und die alten KCM125 Kameras analog. Dafür war eine Lösung notwendig. Ebenso einen funktionsfähigen Mischer. Schnell wurden die Lager nach passendem Equipment durchsucht. Passendes Material fand sich schnell, allerdings nicht alles im funktionsfähigen Zustand.

Der Bildmischer DD5/DD10 stellt sich als Diva dar.
Ich hatte und habe immer noch diverse Fehler im Zusammenspiel zwischen Backend und Panel. Die DD Mischer erweisen sich als ordentliche Arbeitstiere, allerdings wenn etwas nicht passt, dann will er einfach nicht…

jede Menge Kameras und noch mehr Sucher

Von einer sehr netten Quelle haben wir jede Menge ausrangierte Grass Valley Kameras samt Zubehör erhalten. Ebenso die digital Wandler für den Bildmischer und ein paar Recorder, sowie weiteres SD Equipment.
Zudem gab es noch Grass Valley High Speed Sports Cams, die sind selten anzutreffen.

Impressionen aus dem ersten Aufbau und Systemtest:

Wir machen hier natürlich im Hintergrund weiter.
Der Bildmischer ist aktuell noch ein echtes Sorgenkind.
Sollte jemand Equipment für das Projekt abzugeben haben, gerne melden!

HDTV 1250 von Anfang der 90’Jahre
Ein HDTV Recorder aus dem Eureka EU 95 Projekt steht auch noch da.
Hier wollten wir einen Inbetriebnahme Test durchführen, der erste Test sah schon vielversprechend aus, allerdings ging das Haupt Netzteil nach kurzer Laufzeit in Qualm auf. Vermutung liegt aktuell auf den alten Entstörkondensatoren. Diese müssen getauscht werden, dann gehts weiter.

Film&TV Kamera will keine Kunden mehr

Hallo,
da wundert man sich beim Blick auf die aktuelle Rechnung. Der Verlag will von mir über das doppelte für das Jahresabo der Zeitschrift Film & TV Kamera.

Mir wurde als Transferkunde von der damaligen Zeitschrift Professional Production (ich war dort schon ewig Abonnement) ein dauerhafter Sonderpreis eingeräumt.

Naja dauerhaft wohl dann doch nicht, da wollte die Redaktion wohl doch lieber fette Kasse machen. Leider aber nicht mit mir. Ich habe sofort gekündigt. Sowas dämliches lasse ich mir nicht gefallen.

Eine Preiserhöhung ohne Ankündigung? Dämlich.
So stößt man die langjährige Kundschaft ordentlich vor den Kopf.

Sorry. So nicht!