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Sony MSW-900P IMX Kamera – back to life

Hallo,
ich habe es getan, ich habe mir im Jahre 2017 eine alte -defekte- Sony IMX Kamera gekauft.
Diese Kamera bzw. das IMX Format stand schon lange auf meiner Wunschliste, nun hab ich sie.

Es ist die erste Generation IMX die es von Sony gab und quasi die letzte “Innovation” bei bandbasierten SD Broadcast Kameras. IMX wurde als “open” System angepriesen, MPEG2 basiert und sollte DVCpro 50 von Panasonic die Stirn bieten. Das Sony IMX Format wurde in Deutschland von einigen Sendern direkt angenommen und lange benutzt. Das IMX Format setzte sich in Deutschland besser durch als das verwandte SX Format. IMX stellte die Ablöse von Digital Betacam dar. Das IMX Format lebt noch im bandlosen Sony System weiter, mit den XDCAM Kameras ist auch eine Aufzeichnung als IMX (MPEG2) File möglich.

Kommen wir zurück zu meiner IMX Kamera.
Diese bekam ich defekt, lediglich mit dem Hinweis Kassettenschacht Fehler.
Okay, betrachtet man sich das Bandlaufwerk und insbesondere den Kassettenschacht von Sony DigiBeta und SX Kameras verwundert es nicht, dass es hier ein gewisses Fehlerpotential gibt. Der Kassettenschacht, insbesondere die Mechanik ist -meiner Meinung nach- zu klapprig ausgeführt. Der Deckel drückt nur über einen Hebel und nicht zwei auf die Mechanik. Dadurch fühlt sich der Vorgang alleine schon “lapprig” an. Die Realität zeigt, viele Kameras mit defekten Kassettenschacht.

Bei meiner IMX zeigte sich allerdings, dass nicht der Kassettenschacht als der Übeltäter verantwortlich war, sondern ein ganz anderes Bauteil.
Ich habe die Kamera eingeschaltet und Eject gedrückt, außer einem knurren und knarzen aus dem Laufwerk passierte nichts. Also Deckel ab und rein geschaut. Im inneren steckte eine Kassette und das Band war zerknautscht, zudem war die Bandführung auf “halbacht”. Der manuelle Auswurf zeigte auch, die Mechanik war komplett verklemmt. Ich fing an und zerlegte die Kamera, ein kurze Blick ins Service Manual verriet mir, zum Ausbau des Laufwerks muss ich leider die Boards auf der anderen Seite komplett ausbauen. Nachdem das gemacht war, konnte das Laufwerk ausgebaut werden. Die Mechanik erwies sich als hartnäckig, somit versuchte ich erstmal die Kassette auszubauen, ohne die Mechanik zu beschädigen. Leider gibt es immer wieder Techniker die beim “retten” der Kassette die Mechanik nachhaltig beschädigen und das enorme Kosten nach sich zieht.

Ich konnte die Kassette bergen ohne Schaden anzurichten, die Mechanik blockierte leider immer noch. Ich vermutete ein defektes Zahnrad, wie es schon bei DigiBetas oder den BetaSP Kameras häufige Fehlerursache war.
Doch es war etwas ganz anderes – und zwar hatte sich der Pinchroller verklemmt, wegen einer losen Feder! Nach lösen der Spannung am Pinchroller war die Mecha wieder frei und man konnte sie, wie vorgesehen, bewegen. Den Pinchroller, respektive die Feder konnte ich wieder ordnungsgemäß installieren und dann wurde alles wieder zusammengebaut. Bei ausgebauten Laufwerk lässt es sich deutlich bequemer Arbeiten, als wenn es in der Kamera eingebaut bleibt.

Testlauf
Es funktioniert! Der Bandrecorder der Kamera funktioniert wieder.
Es folgt ein Test bei Tag mit Objektiv und frischer Kassette.

Dauer
Wer gelaubt das das Ganze nur ein paar Minuten gedauert hat, den muss ich leider enttäuschen. Ich habe für die Reparatur, auseinandernehmen,  testen, Fehlersuche etc. ca. 4,5 Std benötigt. Kleiner Fehler, große Wirkung.

Ja, die Kamera muss noch geputz werden….

Sony DSR-DR1000 Festplatten Recorder Albtraum

Hallo,
der Festplattenrecorder von Sony stand schon länger auf meiner Wunschliste.
Nun habe ich ein Exemplar defekt bekommen.

Hightech aus 2005
Ich glaube die Sony Techniker hatten sich damals mächtig auf die Schulter geklopft, als sie den DSR-DR1000 fertig hatten. Er war mit der erste Recorder in kompakter Bauweise, der auf Festplatte anstatt Band aufzeichnen und abspielen konnte. Somit war auf begrenztem Raum ein leistungsfähiger Recorder und Player realisierbar. Zudem hatte Sony dem Recorder viele Schnittstellen sowie – und das war ein gewisses Novum im gesamten Lineup damals von Sony-, eine Netzwerkschnitstelle. Man konnte per FTP Videofiles direkt austauschen, wie gesagt ein Novum.
Aus Dokumenten habe ich herausgelesen, dass die Entwicklung wohl sogar bis ins Jahr 2002 zurückgeht!

Die Technik im inneren
Nun, was steckt im Inneren des DSR-DR1000? Ich stelle einen Vergleich zum technisch ähnlichen Grass Valley Trubo an. Der Turbo und der DR1000 unterscheiden sich in der Hardware massiv. Sony verbaute keine Standard Technik sondern nur Sony Spezial. Grass Valley verwendete als Basis Standard PC Technik mit Windows XP Embedded. Klar der Turbo kann technisch einige Dinge mehr und ist vom Entwickungsstand moderner, allerdings auch doppelt so groß.
Nun zurück zum Sony. Sony verwendet eigene Boards und Technik. Als Speichermedium dienen zwei Western Digital 80 GB “Black” Festplatten mit IDE Interface. Mehrere FPGAs nehmen die Videowandlungen vor, ein Sony Chip sorgt für den DVCAM Codec. Als CPU dient ein 32 Bit Hitachi RISC Mikoprozessor.

Die Schwachstelle
Leider hat der DSR-DR1000 eine massive Schwachstelle. Das Netzteil muss wohl immer wieder an diesem Typ kaputt gehen. Intersannt hierbei, es ist kein Sony Netzteil sondern ein von Sony zugekauftes Netzteil aus China (bzw. in Auftrag gefertigtes). Schade ist, dass Sony kein Markennetzteil, beispielsweise von Delta, verwendet hat. Wenn man das innere des DSR-DR1000 so betrachtet, wundert man sich, warum Sony das Netzteil so verbaut hat. Im innenren ist noch Platz vorhanden, sprich man hätte das Netzteil großzügiger und somit besser belüftbar bauen können.
Das Netzteil, so wie es verbaut ist, ist zu kompakt und soll viel Leistung bringen, das geht auf Dauer schief. Mit anderen Worten: das Netzteil wird im harten Dauerbetrieb zu heiß.

Sony empfiehlt in einem Sevice Bulletin, dass das Netzteil alle 40.000h (4,5 Jahre) komplett auszutauschen. Bei einem Ersatzteilpreis von 700 Dollar, kein günstiges unterfangen.
Ein Sony Service Betrieb bestätigte mir, das hat quasi kein Kunde gemacht.

mein Albtraum
Bei meinem Exemplar zeigte sich das Netzteil mit kurzem aber eindrucksvollem Wumms. Denn beim einstecken des Steckers hat es sofort die Sicherung fliegen lassen.
Nachdem ich den Recorder in seine Einzelteile zerlegt und das Netzteil herausoperiert hatte, zeigte sich der Albtraum, dass das Netzteil schon mindestens einmal repariert wurde. Die highspeed switching Diode zeigte sich als komplett defekt mit kurzem. Nach einem Austausch der Diode erfolgte ein erneuter Test, leider auch wieder mit Auslösung der Sicherung. Der Fehler steckt anscheinend noch tiefer im Netzteil. Mangels Schaltplan auch kein leichtes Unterfangen.

Meine Überlegung ist mittlerweile, das Netzteil auf Basis eines PC ATX Netzteils nachzubauen/ adaptieren. Da aber Sony noch +6V und -6V als Spannung benötigt, ist auch hier noch eine Anpassung nötig.

Sony hat bei diesem Gerät beim Netzteil wirklich Mist gebaut, oder Mist eingekauft.

New old Stock: Sony Beta SX DNW-7P Kamera

Hallo,
Kuriositäten gibt es immer wieder, diesmal ist mir eine nagelneue!!! Beta SX Kamera geliefert worden. Unglaublich, ich habe noch nie eine Profikamera Fabrikneu ausgepackt.

Auf dem Karton steht zwar Thomson, drin steckt aber Sony.
Die Kamera wirkt nicht nur neu, sie ist auch absolut neu. Das gesamte Zubehör ist dabei und alles ist unbenutzt und neu!

Die Kamera stand vermutlich 19 Jahre in einem Lager und alle hatten diese wohl vergessen.
Es ist eine klassische 4:3 Kamera mit Beta SX Laufwerk, aufgezeichnet wird in MPEG2.
Beta SX fand in Deutschland kaum Verbreitung, gedacht als Weltformat für die Nachrichten (Berichterstattung). Beta SX sollte der Nachfolger für Betacam SP werden, dazu wurde digital in MPEG2 auf Beta SP Bandmaterial aufgezeichnet, bei doppelter Spielzeit (SP 30 Min, SX 60 Min.). Beta SX wurde extra “robust” entwickelt, damit auch in Krisengebieten eine erfolgreiche Aufnahme unter widrigen Umgebungen möglich war. Dies erreichte man, indem auf das Band viel “room” gelassen und eine sehr gute Fehlerkorrektur verwendet wurde. Der etwas erfolgreichere Nachfolger von Beta SX wurde IMX (ohne Beta Zusatz).

Natürlich habe ich die Betacam SX Kamera einem kurzen Funktionstest unterzogen.
Die Kamera funktioniert, Bild, Sucher und Laufwerk funktionieren.

Ich habe die Kamera wieder eingepackt und zurück in den Karton getan.
Es wäre zu schade damit zu filmen, der Zustand ist einfach “zu gut”.

Sony Kameras und Recorder von denen man lieber die Finger lassen sollte

Hallo,
hier mal ein kleiner, längst überfälliger Kommentar zu Sony (Profi) Kameras und Recorder von denen man besser die Finger lässt.

Wie üblich gibt es bei jedem Hersteller Produkte die entweder voll Panne sind oder die mit der Zeit erhebliche Fehler aufweisen. Ich habe mal hier ein paar aufgelistet die mir aufgefallen sind.

Ich habe auch Equipment aufgeführt das positiv hervorsticht.

 

Sony BVW-300 & BVW-400
Diese Kameras sind die damaligen Profi Kameras und lies bei Sony ordentlich die Kasse klingeln, Einsatz und verkauft in der ganzen Welt.
Nur leider zeigte sich nach einigen Jahren, dass die SMD Elkos der ersten Generation, das diese Kamera auch so kompakt werden ließ, sehr unzuverlässig waren und daher war oft ein großer Service nötig. Es gab von Sony extra Wartungskits zum Austausch der Elkos. Eine Wahnsinnige Arbeit, alle Boards waren betroffen. Besonders gerne gehen auch die Elkos auf dem Servo Board kaputt und das Laufwerk machte blödsinn. Ebenso gerne gingen die Rutschkupplungen im Laufwerk kaputt, das lag aber eher an der Alterung.
Lohnenswert für eine Reparatur? eher nein, aber ein must-have fürs Regal!
Ein absoluter Exot den man nirgends findet: die Sony BVW-300WS 16:9 Version.

Sony DXC-537
Diese System/ Dockkamera ist ein Albtraum.
Es handelt sich um eine 4:3 Kamera mit 2/3 Zoll Bayonett und “naja” Bildqualität.
Das Problem liegt an den damals verwendeten SMD Elektrolyt Kondensatoren, diese laufen mit der Zeit aus. Bei eingeschalteteter Kamera entwickelt die Elektronik wärme, diese Wärme sorgt für eine Reaktion mit dem Elektrolyt, die Platine und insbesondere die Leiterbahnen und noch viel schlimmer die Durchkontaktierungen werden verätzt und zerstört.
Ich hatte einige 537′ Köpfe in der Hand und habe auch versucht diese zu reparieren, aussichtlos. Klarer Fall: Sondermüll, nichtmal lohnenswert fürs Regal.

Sony DXC-D30 / DXC-D30WS
Weiter gehts im Gruselkabinett.
Es handelt sich hier um den “digitalen” Nachfolger der 537. Sony hat zwar bei dieser Kamera eine besserere Bildqualität abgelegt und die selternere WSP (16:9) Version angeboten, leider ist aber auch dieser Kamerakopf eher etwas fürs Regal oder für die Tonne.
Ebenfalls gehen bei dieser Kamera relativ pünklich die Kondensatoren kaputt, eine Reparatur lohnt sich kaum, der Aufwand ist hoch, die Dichte auf dem Board ist sehr hoch und man weis nicht ob doch noch eine Leiterbahn oder eine Durchkontaktierung hinüber ist.
zu allem Überfluss geht wohl ganz gerne mal der DSP Chip an dieser Kamera kaputt, dann ist es sowieso vorbei. Eventuell hat man einen anderen Kopf an der man dieses Board ausbauen kann, dann besteht etwas Hoffnung, naja.
Dieser Kamerakopf ist besser im Regal aufgehoben.

Sony PVV-1
Der erste low cost Beta SP Andock Recorder für die DXC Kamerafamilie.
Und auch der beschissenste.
Die Mechanik ist unausgereift und neigt zur Selbstzerstörung. Außerdem sind die Zahnräder mittlerweile sehr alt und brüchig, Ersatzteile gibt es nicht mehr.
Finger weg, geschenkt ist noch zu teuer!

Sony PVV-3
Beta SP Andocker der “neuen” Generation. Baugleich mit der UVW-100.
Dieser Recorder lief wenigstens.
Die Kondensatoren machten kaum Probleme und die Mechanik lief gut.
Kann man benutzen, in Zeiten von HD und 4K natürlich sinnfrei, axo und natürlich kann der nur 4:3 aufzeichen, laut Kommentar geht auch 16:9.

Sony BVV-5PS
was soll man sagen, der Panzer unter den BetaSP Dock Recordern.
Solide, massiv, schwer.
Da ging nicht viel kaputt, die Kopftrommel ist mit der BVW-35 – genau gleich.
Mit Adaptern andockbar an die DXC Familie.

Sony BVW-70 & BVW-75
Diese alt ehrwürdigen Betacam SP Recorder sind unverwüstlich, leider nicht.
Natürlich gehen in der Maschine der Reihe nach alle Kondensatoren kaputt. Am liebsten auf dem DM-59 (Demodulator Board ziemlich am Anfang der Signalkette kommend von der Kopftrommel), außerdem gehen dort die Delay Lines kaputt. Dortdrinn wird der Kleber/Isolator leitend. Dann sind noch Encoder und Decoder ganz gerne von defekten Kondensatoren betroffen, das übliche. Bei manchen (neueren?) Modellen gabs eine andere Platine für Audio out. Dort wurden SMD Elkos eingebaut, natürlich auch wieder Anfang 90′ schrottig, austauschen und Leiterbahnen reparieren, geht noch, ganz gerne gehen ein paar ICs kaputt, das ist machbar. Die Mechanik hatte ein paar Tücken durch die Schmierung oder das Zahnrad für den Ring Antrieb, nix dolles.
Nunja, wer eine Baustelle sucht wäre mit einer BVW- 60, 65, 70, 75, 95 genau richtig.

Sony BVW-D75
dies war die digitale Version der BVW-75, nicht ganz.
Es ist eigenlich eine PVW mit digital Erweiterung unter der BVW Label. Das Laufwerk stammt aus der PVW und war nicht so zuverlässig wie ein BVW Laufwerk. Ebenso waren die Boards nicht kompatibel mit den BVW Boards. Die Techniker hassten diese MAZ.
Eher eine Maschine mit der Ärger vorprogrammiert ist.

Sony BVW-35
portabel, Betacam SP, mit Henkel – zum wegwerfen.
Mechanik OK, Elektronik zum kotzen. Wer gerne sich die Finger verbiegen will ist hier genau richtig. Achso, defekte Kondensatoren, jap auch der!
Ach und das Alu Gehäuse diffundiert aus, sieht eklik aus und tut Mechanik und Elektronik auch nicht gut. (Sieht wie verschimmelt aus, trifft jede BVW-35!
Ab in die Tonne, scheiß Bildquali nur ein TBS und kein TBC macht keinen Sinn.

Sony BVW-50
Betacam SP Recorder, portabel mit Henkel, eventuell für die Tonne.
Bei diesem “modernen” portablen BetaSP Recorder verwendete Sony die ersten Board to Board interconnectoren auf Basis von Federklemmtechnik. Der Boardaufbau im inneren, Katastrophe. Für den Service wirklich furchtbar, da man sehr aufpassen muss, nicht die Verbinder zu beschädigen. Hier verwendete Sony auch SMD Kondensatoren, naja…. Der Kassettenschacht, bzw das Loading war wohl einer der Mechanik Schwachpunkte.
Die Bildqualität war okay, TBC war auch drinn, damit konnte man schon was anfangen und er konnte L-Tapes.
Wenn man eine BVW-50 für ne Kiste Bier bekommt, kann man sie nehmen. Mehr Geld ist der Kübel aber nicht mehr wert.

Sony DVW-A500P
Sonys Digital Betacam Flaggschiff funktioniert eigentlich ganz gut, wäre da nicht die Encoder Karte mit ihren Chips die gerne überhitzen. Direkt hinter der Kopftrommel sitzt die Platine. Die Kabel von der Drum gehen direkt drauf. Sind die Chips geldfarben und haben einen Kühlkörper drauf ist alles okay, dann hat man die moderne Version. Sind es Chips ohne Kühlkörper, viel Spass. Es gibt auch noch welche nur mit Kühlkörper, die sollen länger halten wurden aber durch die goldenen ersetzt. Auf der selben Platine gehen auch gerne die SMD Elkos kaputt.
Ansonsten geht kaum was kaputt.

Sony DVW-250
dieser digitale Nachkömmling der BVW-50 nun aber im Digital Betacam Format ist beim Service ebenfalls der Horror. Die Boards sind ähnlich der 50′ aufgebaut.
SDI in & out sowie L-Tapes und 16:9 mit diesen Features punktet die MAZ.
Wer eine Maschine günstig bekommt und die Wartung wurde gemacht, zuschlagen.

Sony DNV-5
der einzige BetaSX Andock Recorder überhaupt, für DigiBeta und für IMX gab es keinen Docker mehr.
Das Laufwerk machte ganz gerne Probleme, ob das die Software oder sonst was ist, keine Ahnung. Der SX Docker ist selten – und es braucht ihn auch keiner mehr.

Vermischtes DigiBeta/ SX / IMX
bei den DigiBeta Kameras DVW-700, 707 sind mir kaum Probleme bekannt.
Ebenso bei den Geräten aus der Betacam SX Reihe sind zwar Gerätefehler vorhanden, aber aufgrund dieser Einzeldefekte kann ich selbst nicht auf einen Serien-Murks schließen.
Die IMX Produklinie hat soweit ich weis auch kaum heruasragende Probleme.

 

Gerne erweitere ich die Liste.
Haben Sie noch einen Kommentar, gerne! Senden Sie mir Ihre Erfahrungen.

Sony DTX-10 Autoradio DAT Reparaturbericht

Hallo,
ich habe mit der Reparatur der Autoradio DATs angefangen.

Beide habe ich einem kurzen Test unterzogen und konnte feststellen, dass:
– Supply Reel greift nicht korrekt in die Kassette, an beiden- Führungsbolzen war an einem Laufwerk lose
– Super Elko Cap ist defekt, an beiden
– Kassette wird an einem Laufwerk nicht ganz ausgeworfen

Timo hat mich mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit versorgt, damit bekomme ich die klebrige Masse vom Bedienteil ab. Leider löst sich an manchen Knöpfen auch der schwarze Lack.


Nach der Reinigung sieht die Front des Radios wieder ordentlich aus. Nun kann man die Knöpfe drücken, ohne dass man schwarze Finger bekommt.


An beiden Laufwerken greift der Supply Reel (links) nicht korrekt in die Kassette ein, damit wird das Band auch nicht richtig gebremst somit stimmt der Bandzug nicht und es kommt zu Tonaussetzern. Grundsätzlich spielen aber beide Geräte schonmal ein Band ab.

Das Problem muss jetzt untersucht werden, warum der Mitnehmer nicht in der Kassette eingreift.

Als Stromversorgung habe ich einen V-Mount Akku benutzt, das hat gut funktioniert 🙂

dtx10-vmount

stay tuned.

Sony LMD-9030 Reparaturbericht

Hallo,
hier ein Bericht zu dem defekten Sony LMD Monitor.

Der Defekt waren zwei gebrochene Plastikhalter für eine Mutter. Diese sind notwendig, dass die Frontblende am Gehäuse hält. Beide waren leider gebrochen und das Front Gehäuse wackelte hin und her.
Mit Sekundenkleber (Gel) und einer Pinzette war das Problem lösbar, mal sehen wie lange das hält. An die Stelle ranzukommen war nicht einfach, da Sony zwei Schrauben vom Gehäuse so mies platziert hat das man nur mit winzigen Schritten diese entfernen konnte.


Dann war noch das hintere Blech um die V-Mount Akkuaufnahme verbogen, sodass der Akku nicht ordentlich angebracht werden konnte. Das war durch richten des Blechs aber behebbar.

Der andere Monitor hat bis jetzt keine Fehler gezeigt, dass muss ich beobachten.

Sony LMD-9030 zwei weitere da

Hallo,
ich habe zwei weitere Sony LCD Fieldmonitore vom Typ LMD-9030 bekommen. Dank des SDI und V-Mount Anschlusses perfekt für unterwegs oder für eine mobile Regie.
Das die Monitore aus 2005 sind sieht man ihnen mittlerweile an, sie wurden viel eingesetzt.

 

Der eine ist defekt und muss repariert werden, der andere benötigt etwas Pflege.
Bei beiden Monitoren war eine PortBrace Tasche dabei, sehr praktisch. Die Tasche konnte in der Waschmaschine gereinigt werden, da der Ledergriff abzunehmen ist. Bei den Kamerataschen geht das nicht.

Über die Reparatur gibt es einen eigenen Eintrag.

Sony PCM-7040 DAT bekommen

Hallo,
endlich habe ich einen Sony Profi DAT bekommen, den PCM-7040.
Der 7040 ist eine Weiterentwicklung des 7030. Das Laufwerk hat direct drive und ist robuster gebaut als die Sony consumer DAT Recorder.
Mein DAT stammt aus einem alten Schnittplatz und wurde dort quasi nicht benutzt. Der Zustand ist technisch und optisch perfekt.

Laut internet Recherche verbraucht das 7040′ Modell weniger Strom, produziert weniger Hitze und soll nicht unter defekten Kondensatoren leiden, wie die Vorgängermodelle. Was mir auffällt, dass der Tape-Ladevorgang an den eines Sony DDS Streamers errinnert.
Im gegensatz zu einem Tascam DA40 DAT fehlt dem Sony Recorder die Consumer SPDIF Anschlüsse.

Jetzt fehlt noch der Fostex PD-4 portable DAT.

Sony PVW-9044 SDI Nachrüstung

Hallo,
hier möchte ich meine Umrüstung eines SDI Moduls aus einem defekten PVW-D9044 Monitor beschreiben.
Der ursprüngliche Monitor war leider defekt, zweigte Bildfehler und die Röhre hatte Einbrenner.

Um den Umbau vornehmen zu können, muss der Monitor in seine Einzelteile zerlegt werden.
In diesem Monitor finden sich sehr hohe Spannungen wieder, Lebensgefahr!

SDI Modul testen:
Zuerst  musste ich das SDI Modul testen, ob es mit meinem Monitor funktioniert.
Da Sony seine Platinen sehr gut beschriftet war schnell klar wie der Pinout ist.

Anmerkung:
Sony hat in der “digital” Version des Monitors einige Dinge abgeändert vom ursprünglichen Schaltungsdesign. Platinen und Kabelbäume weisen Veränderungen auf. Features, wie der Kontrolllautsprecher fehlt im digital Gerät.

Von der alten Spannungs-Platine habe ich die zwei Pinheader für die 12V (Akku) und 40V (Netz) abgelötet und auf meiner eingelötet. Dann den Kabelbaum zerlegt und die Spannungskabel heraussortiert.
Da die digital Version eine vornehme Umschaltung zwischen SDI und YUV hatte, aber diese keine Ton Erweiterung hatte verzichtete ich auf den Umbau der Signaleingangsplatine.

Die Ausgänge der SDI Karte lötete ich direkt an die BNC Eingangsbuchsen. Da der Monitor nicht auf das YUV des SDI syncen kann muss die Sync Leitung des SDI Wandlers noch an den Ref in des Monitors angeschlossen werden.

Im letzten Bild sieht man, dass noch ein Akkuschacht genutzt werden kann.
Der Umbau dauerte mit Testaufbau, auseinandernehmen und zusammenbauen ca. 3h.

Sony DVW-790WSP ergattert

Hallo,
Timo hat eine Sony DVW-790WSP sehr günstig erhalten.
Toll dabei ist, dass das optionale SDI-Outputboard verbaut ist.
Die Kamera hat sehr wenig Betriebsstunden auf der zweiten Kopftrommel und sieht von aussen auch noch sehr gut aus.

Die DVW-790WSP ist die zweite Generation der Digital Betacam Kamerareihe.
Die erste Generation war die DVW-700P respektive die DVW-700WSP.
In der zweiten Generation wurde ein deutlich verbessertes “innenleben” verbaut, als in der ersten Generation, dass sehr stark an den Aufbau der BVW-300 Reihe erinnerte. Bei der zweiten Generation wurde auf eine kompakte Sandwichbauweise gesetzt und die Anzahl Boards wurde auf zwei Hauptboards + Subboards verringert.

Historie:
~ 1993 – 1. Gen DVW-700P CCD: “Digital 1000”
~ 1997 – 2. Gen DVW-707P CCD: “Power HAD”
~ 2005 – 3. Gen DVW-970P CCD: “Power HAD EX”